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Fußball–Kreisoberliga Ostthüringen: FSV Gößnitz/Zehma (0:1) 0:7 BSG Wismut Gera II

Die Wismut, sie kam aus der Tiefe, aus dem Schacht und hat Tore gemacht

Zunächst die Coronawellen erwähnt, die unseren Alltag immer mehr einschränken. Beim Fußball ist es territorial sehr verschieden wie die Behörden entscheiden. So dürfen Vereine wie die Leipziger Bullen vor vollem „Haus“ spielen und das Leipziger Derby >1.FC Lok gg. BSG Chemie< (So., 21.11.) wird stark einschränkt (auf 50%). Das Land Sachsen machte beim Amateurfußball den Abpfiff und Ostthüringen spielt(e) weiter, begann mit der 2021/2022er Rückrunde.

Nun das Altenburger Land und die Fußball–KOL Ostthüringen aktuell. Der FSV Gößnitz (in Weiß und Rot agbesetzt) spielte gegen die BSG Wismut Gera II (in Schwarz). Nach Toren wurden es, auf dem Kunstrasen, zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten, aber in der Endabrechnung eindeutig, Einbahnstraße für die Elsterstädter / den >Kumpelverein<, weil wir Pleißestädter einen unserer schwärzesten Tage hatten. Diese Begegnung sahen einundsiebzig (71) Zuschauer, unter ihnen auch die sangesfreudige Wismut–Fanszene.

Der Spielverlauf allgemein. Wismut Gera spielte offensiv und Gößnitz/Zehma fand kein Gegenmittel. So klärte Torhüter Björn Schlag, waagerecht in der Luft liegend, per Faustabwehr, zur Ecke. Und Hasan Alsaneea traf nur das rechte Lattenkreuz. Inzwischen lief die zweite Nachspielminute, als das 0:1 fiel. Dann bat Schiedsrichter Steven Bernigau zum Pausengetränk. Assistiert wurde er von Thomas Köhler und David Jahr. Bei kühlem Herbstwetter verbrachten die meisten Fans die Pause am Imbisshäuschen, bei Würstchen und Getränken.

Mit dem Wiederanpfiff spielte die Wismut weiter druckvoll und setze nun ihre Torchancen in Tore um, insgesamt plus sechs zum 0:7 Endstand. Die vorbeifahrenden S–Bahnen, manche Lokführer hupten grüßend, ohne zu wissen wie es steht und für wen die Tore gefallen waren. Nach dem Abpfiff gingen die Gößnitzer Pleißestadter (um ihren Trainer Andreas Schröder), ohne Spielerkreis, still in ihre Mannschaftskabine. Die Gäste, mit Löwen als Wappentier, feierten mit ihrer Fanszene und Laola–Welle ihre sieben Auswärtstore. Drei Punkte an die weiße Elster nach Gera entführt, verschaffen der Wismut etwas Luft in der unteren Tabellenhälfte. Der FSV Gößnitz/Zehma bleibt auf Sechs, also im oberen Mittelfeld.

Die Torfolge:

45+2 Min. 0:1 Maximilian Weiß

Pause!

48.Min. 0:2 Philipp Läßig

53.Min. 0:3 Andy Haupt, nach Eckball

59.Min. 0:4 Florian Schubert auf Halblinks per platzierten Fernschuß, Torwart Björn Schlag hoch aufsteigend noch mit der Faust am Ball, doch er ging nach hinten ins Tor

77.Min. 0:5 Dominik Hoffmann

79.Min. 0:6 Andy Haupt, nach Paß von Florian Schubert

85.Min. 0:7 Maximilian Weiß

Spielende, Abpfiff!!!

Das Spiel war aus und in Erinnerung gerufen wurde, dass das Hinspiel 2:2 Unentschieden endete. Und aktuell, am Imbisshäuschen verweilte noch die FSV–Fanszene, auch der in Altenburg geborene Autor dieser Zeilen (plus Fotos). Im Zeichen des Löwen ist er in der anderen Pleißestadt Regis–Breitingen beheimatet und dort Mitglied im Sportverein, was man auf beiden Homepages R.–Brtg. finden kann. Die vergangenen Jahrzehnte in Erinnerung gerufen gab es mal in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre auch so ein schwarzes Liveerlebnis. Es war in Dresden, als Dynamo sechs zu null Tore schoß gegen die Lokomotive Leipzig. Doch das Vorspiel der Nachwuchs–Oberliga war ein Lichtblick, mit einem knappen 0:1 Auswärtssieg, also mit einem spielentscheidenden Tor für die Messestädter.

 

Text und Bild Udo Zagrodnik