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Meuselwitz trifft mit dem Schlusspfiff – bittere Niederlage für SG FSV Gößnitz

Bitterer hätte dieser Fußballnachmittag für die Pleißestädter kaum enden können. Nach einer intensiven und umkämpften Partie gegen den FSV Meuselwitz mussten sich die Gastgeber mit 1:2 geschlagen geben. Der entscheidende Treffer fiel in der fünften Minute der Nachspielzeit – unmittelbar danach pfiff der Schiedsrichter die Begegnung ab. Die Vorzeichen waren nicht optimal. Mit Eric Wagner, Josh Schulze und Felix Dabelstein fehlten gleich drei Stammspieler, sodass die Mannschaft personell erheblich umgestellt werden musste. Davon ließ sich die SG allerdings wenig anmerken. Die Gäste aus Meuselwitz hatten in der ersten Halbzeit über weite Strecken mehr Spielanteile und suchten insbesondere mit Bällen in die Spitze den Weg zum Tor. Doch entweder war die Gößnitzer Abwehr zur Stelle oder Torhüter Nico Schmitt verhinderte Schlimmeres. Der Schlussmann zeigte eine starke Partie, kam mehrfach aufmerksam aus seinem Tor und fing gefährliche Zuspiele ab. Auf der anderen Seite erspielte sich auch die SG zahlreiche Möglichkeiten, ließ diese jedoch teilweise durch überhastete Abschlüsse ungenutzt. In der 23. Minute brachte Max Köhler die Gastgeber schließlich mit 1:0 in Führung. Mit diesem Vorsprung ging es in die Halbzeitpause. In der 52. Minute folgte der nächste Rückschlag: Torschütze Max Köhler verletzte sich und musste ausgewechselt werden. Köhler wurde anschließend mit dem Rettungswagen abtransportiert und wird der Mannschaft nach aktuellem Stand in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen. Nur sechs Minuten später gelang Julian Strobl der Ausgleich zum 1:1. Nach dem Ausgleich entwickelte sich eine intensive Begegnung, in der insbesondere die Gäste immer wieder gefährlich vor das Gößnitzer Tor kamen. Mehrfach war es der letzte Fuß eines Verteidigers, der in höchster Not klären konnte. Bei einer weiteren Gelegenheit hatte die SG das nötige Glück auf ihrer Seite, als ein Meuselwitzer Abschluss am Pfosten landete. Angesichts dieser Möglichkeiten hätte sich Gößnitz über weitere Gegentreffer kaum beschweren können. Doch auch die Pleißestädter blieben gefährlich. Hanusch brachte den Ball zwar im Meuselwitzer Tor unter, stand dabei jedoch im Abseits. Der Treffer wurde deshalb zu Recht nicht anerkannt; am Spielstand von 1:1 änderte sich nichts.Die Partie blieb bis in die Schlussphase offen und hätte durchaus in beide Richtungen kippen können. Als bereits vieles auf eine Punkteteilung hindeutete, wollten sich die Pleißestädter mit dem Unentschieden nicht zufriedengeben. In der letzten Minute der Nachspielzeit warfen die Gastgeber bei einer Ecke noch einmal alles nach vorn, um den Siegtreffer zu erzwingen. Doch dieser Mut wurde bitter bestraft. Meuselwitz nutzte die weit aufgerückte Gößnitzer Mannschaft zum entscheidenden Gegenstoß, den Maurizio Röhricht in der 95. Minute zum 1:2 vollendete. Aus dem erhofften Sieg wurde innerhalb weniger Sekunden eine Niederlage. Besonders bitter: Unmittelbar nach dem Treffer pfiff der Schiedsrichter die Begegnung ab. Der SG blieb nicht einmal mehr die Gelegenheit, auf den Rückstand zu reagieren. Was der Mannschaft jedoch niemand absprechen kann, ist ihre kämpferische Leistung. Trotz eines erheblich umgestellten Kaders bot die SG dem FSV Meuselwitz Paroli. Jeder Einzelne machte ein gutes Spiel, warf sich in die Zweikämpfe und hielt bis zur letzten Sekunde dagegen. Ein Blick auf die letzten drei Ligaspiele zeigt, dass die SG auch gegen anspruchsvolle Gegner bestehen kann. Dem überzeugenden 5:1-Auswärtssieg beim FSV Ronneburg folgte das 2:2 gegen die SG TSV Langenwetzendorf/Hohenleuben, ehe man sich nun Meuselwitz denkbar knapp geschlagen geben musste. Durch die Verletzung von Max Köhler wird erneut ein wichtiger Spieler fehlen. Gleichzeitig hat die heutige Begegnung gezeigt, dass die Mannschaft auch mit einem umgestellten Kader jederzeit gefährlich sein kann. Gerade die zahlreichen Offensivaktionen der ersten Halbzeit unterstreichen, dass auch unter schwierigen personellen Voraussetzungen genügend Qualität vorhanden ist, um sich Torchancen zu erarbeiten. Ansetzen muss die SG vor allem bei der Konsequenz im Torabschluss, um sich für den betriebenen Aufwand künftig mit den entsprechenden Toren zu belohnen. Am kommenden Samstag, dem 3. Oktober, wartet mit dem Auswärtsspiel beim SSV 1938 Großenstein die nächste Herausforderung. In der zweiten Runde des Regionalpokals Ostthüringen kämpft die SG um den Einzug in die nächste Pokalrunde. Wenn die Pleißestädter dort erneut eine solche kämpferische Leistung an den Tag legen, ist auch gegen Großenstein das Weiterkommen möglich. Zunächst aber wünschen wir unserem verletzten Torschützen Max Köhler eine schnelle und vollständige Genesung. Gute Besserung, Max!

Halt den FSV in Ehren!