SG FSV Gößnitz – TSV Langenwetzendorf 2:2 (0:0) Zwischen verpasstem Sieg und gerettetem Punkt
Gößnitz und Langenwetzendorf trennen sich 2:2 Der FSV Gößnitz und der TSV Langenwetzendorf haben sich nach einer intensiven und abwechslungsreichen Partie mit 2:2 getrennt. Die Gastgeber erspielten sich über weite Strecken die klareren Möglichkeiten und führten zwischenzeitlich verdient mit 2:0. Langenwetzendorf bewies anschließend jedoch seine Qualität, kämpfte sich zurück und sorgte für eine spannende Schlussphase, in der Gößnitz nach einer Roten Karte sogar noch in Unterzahl bestehen musste. Die Anfangsphase gehörte zunächst den Gästen. Rund zehn Minuten brauchte Gößnitz, um richtig in die Begegnung zu finden. Danach wurde der FSV zunehmend präsenter, nahm die Zweikämpfe an und hielt körperlich robust dagegen. Gleichzeitig gelang es immer wieder, mit geradlinigem und cleverem Spiel gefährlich vor das Langenwetzendorfer Tor zu kommen. Die Gastgeber spielten gute Bälle in die Tiefe, rückten mutig nach und nutzten ihre Möglichkeiten clever. Allein die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlte. Gemessen an den Chancen hätte Gößnitz bereits zur Pause führen müssen. Langenwetzendorf strahlte allerdings ebenfalls jederzeit Gefahr aus und stellte die Defensive der Gastgeber immer wieder vor Aufgaben. In den entscheidenden Momenten war der FSV jedoch zur Stelle und klärte mehrfach noch im letzten Augenblick. Und wenn die Abwehr doch einmal geschlagen war, stand Nico Schmitt bereit. Der Gößnitzer Schlussmann hielt seinen Kasten sauber und zeigte eine starke erste Halbzeit – sicher auf der Linie, aufmerksam beim Herauslaufen und mit gutem Timing bei Flanken. Auch mit seinen Abschlägen und weiten Bällen setzte er immer wieder offensive Akzente. Bei den Gästen war insbesondere Kapitän Büttner mit seiner individuellen Qualität nur schwer zu verteidigen. Gößnitz warf jedoch alles in die Zweikämpfe und hielt konsequent dagegen. Nach dem Seitenwechsel brauchte der FSV erneut einige Minuten, um wieder richtig in die Partie zu finden. Gerade in den ersten fünf Minuten hatte Gößnitz auch das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite. Danach stabilisierten sich die Gastgeber wieder und kamen erneut zu den gefährlicheren Aktionen. In der 66. Minute belohnte sich Gößnitz schließlich. Eric Wagner brachte eine Flanke in den Strafraum, wo Paul Kaiser goldrichtig stand und den Ball zielstrebig zum 1:0 in die Maschen köpfte. Nur fünf Minuten später folgte der zweite Treffer. In der 71. Minute kam Nils Rudolph zum Abschluss. Der Langenwetzendorfer Torhüter konnte den Ball zwar abwehren, aber nicht sicher festhalten. Kevin Bahr reagierte am schnellsten, nahm den Abpraller auf und schob zum 2:0 ein. Doch entschieden war die Partie damit keineswegs. Langenwetzendorf zeigte nun eindrucksvoll, warum diese junge Mannschaft ambitioniert ist und fußballerisch einiges zu bieten hat. Die Gäste ließen sich vom Zwei-Tore-Rückstand nicht beeindrucken, erhöhten das Tempo, wurden ballsicherer und drängten Gößnitz zunehmend in die Defensive. Wetzel brachte den TSV mit dem Anschlusstreffer zurück ins Spiel. Der Treffer gab den Gästen zusätzlichen Auftrieb. Langenwetzendorf blieb am Drücker, spielte weiter mutig nach vorn und belohnte sich in der 83. Minute, als Nobbe zum 2:2 ausglich. Gerade diese Phase zeigte die Moral und spielerische Qualität der Gäste, die sich auch nach dem 0:2 nicht aufgegeben hatten. In der Schlussphase wurde die Aufgabe für die Pleißestädter noch schwieriger. Josh Schulze sah nach einem Einsteigen von hinten die Rote Karte. Der Schiedsrichter wertete die Situation als Notbremse, obwohl Schulze nicht eindeutig letzter Mann war. Selbst Langenwetzendorfs Trainer sprach nach der Partie eher von „dunkelgelb“. Aufgrund der Art des Einsteigens war die Entscheidung auf Rot dennoch vertretbar. Mit zehn Mann warf Gößnitz in den verbleibenden Minuten noch einmal alles hinein und brachte das 2:2 über die Zeit. So bleibt nach 90 Minuten ein Ergebnis mit zwei Seiten. Gemessen an den klareren Möglichkeiten hätte Gößnitz diese Partie gewinnen müssen. Diese Einschätzung teilten nach dem Abpfiff sogar Spieler aus Langenwetzendorf, die einräumten, dass die Gastgeber an diesem Tag eigentlich als Sieger vom Platz hätten gehen müssen. Gleichzeitig verdienten sich auch die Gäste großen Respekt für ihre Reaktion nach dem 0:2. Langenwetzendorf zeigte, dass in dieser jungen Mannschaft viel Qualität steckt. Gößnitz wiederum überzeugte mit Einsatz, Robustheit, cleverem Spiel und einer großen Bereitschaft, füreinander zu arbeiten. Am Ende steht damit ein 2:2, bei dem der FSV einerseits einem möglichen Sieg nachtrauern darf, andererseits nach Ausgleich und Platzverweis aber auch einen Punkt verteidigte, für den die Mannschaft bis zum Schlusspfiff alles investieren musste. Halt den FSV in Ehren



















